Egal ob mit dem Wohnmobil oder zu Fuß mit dem Zelt im Rucksack, Camping gehört für viele zu den schönsten Arten des Reisens. Um von den Vorteilen dieser Urlaubsart besonders zu profitieren, ist es nützlich, auf verschiedene Tipps und Tricks zurückzugreifen. Welche es gibt und welchen Mehrwert diese den Campern bieten, erklärt dieser Artikel.

Realistische Tagesetappen wählen

Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Campingausflug
Mit der richtigen Vorbereitung macht ein Camping-Ausflug richtig viel Spaß. Pixabay.de © FabricioMacedoPhotos CCO Public Domain

Eine große Herausforderung bei der Planung eines Campingausflug besteht darin, geeignete Tagesetappen zu wählen. Diese sollten groß genug sein, dass man die anvisierte Strecke in einer vertretbaren Zeit schafft. Gleichzeitig dürfen sie nicht zu lang sein, um Überforderungen und hieraus entstehende Risiken zu vermeiden. Es ist empfehlenswert, dass eine Fahrt mit dem Wohnmobil bis zum nächsten Stellplatz nicht länger als drei bis vier Stunden dauern sollte. Immerhin handelt es sich um einen Urlaub, sodass ein Großteil des Tages damit verbracht werden sollte, Zeit in der Natur zu verbringen und jede Menge Spaß zu haben. Wanderungen können grundsätzlich etwas länger dauern, da hier der Weg das Ziel ist und man während des Spazierens negative Gedanken loswird. Allerdings sollten auch hier Überforderungen unbedingt vermieden werden. Es ist sowohl beim Fahren als auch beim Laufen sinnvoll, alle ein bis zwei Stunden eine Pause zu machen.

Ein hochwertiger Wasserfilter

Während des Campings ist es eine gute Idee, einen erstklassigen Wasserfilter zur Verfügung zu haben. So ist es möglich, aus Bächen oder anderen Wasserquellen zu trinken, ohne dass man Gefahr läuft, Keime und Krankheitserreger aufzunehmen. Auf diese Weise reduziert sich das Gewicht der mitzuführenden Gegenstände enorm, da keine Trinkwasserflaschen im Rucksack mitgenommen werden müssen.

Es gibt Wasserfilter in unterschiedlicher Qualität. Es empfiehlt sich, auf besonders hochwertige Varianten zu setzen. Diese haben eine ausgesprochen hohe Filterfunktion und lassen nahezu nur das reine Wasser durch. Außerdem zeichnen sich solche Filter durch eine hohe Langlebigkeit aus. Sie können somit für viele verschiedene Touren und Campingausflüge genutzt werden, bevor sie ausgetauscht werden müssen.

Tricks für die Zeltpflege

Mit der passenden Zeltpflege leistet ein Zelt über viele Jahre hinweg zuverlässig seinen Dienst.
Mit der passenden Zeltpflege leistet ein Zelt über viele Jahre hinweg zuverlässig seinen Dienst. pixabay.de © ITUBB CCO Public Domain

Um möglichst lange Freude an einem Zelt zu haben und bestmöglich von ihm geschützt zu werden, ist es erforderlich, sich regelmäßig der Zeltpflege zu widmen. Insbesondere Schmutz und Sandkörner können die Beschichtung des Zeltes angreifen. Deswegen ist es empfehlenswert, das Zelt jeden Morgen auszuschütteln und von solchen Verschmutzungen zu befreien. Gegebenenfalls kann mit lauwarmem Seifenwasser nachgeholfen werden, um hartnäckige Verschmutzungen zuverlässig zu entfernen. Anschließend ist es wichtig, das Zelt komplett austrocknen zu lassen. So wird vermieden, dass sich an bestimmten Stellen Schimmel bildet.

Nicht nur das Zelt selbst, sondern auch die zahlreichen Zubehörteile sollten sorgfältig gereinigt werden. Das gilt insbesondere für die Zeltheringe. Hieran sammelt sich oft hartnäckige, feuchte Erde, die nicht in den Rucksack gelangen sollte. Ebenso müssen die Zeltstangen und der Zeltstoff gesäubert werden. Hierbei kommt es darauf an, keine zu aggressiven Reinigungsmittel zu verwenden, um keine Schäden an den Komponenten zu verursachen. Auch eine Reinigung der Zeltunterlagen und der Abspannleinen ist zu empfehlen.

Auf erneuerbare Energien setzen

Auf erneuerbare Energien setzen
Photo via Canva PRO

Beim Camping ist es sinnvoll, auf erneuerbare Energien zu setzen. Gerade wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist spart so eine Menge Geld und bleibt flexibel. Über ein Solarpanel auf dem Dach ist es möglich, Sonnenenergie zu sammeln und in verwertbaren Strom umzuwandeln. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, für Warmwasser zu sorgen oder elektrische Geräte zu betreiben.

Aber auch bei Campingausflügen ohne Wohnmobil ist es sinnvoll, erneuerbare Energien zu nutzen. So bietet es sich beispielsweise an, eine Powerbank mit sich zu führen, die über Solarenergie aufgeladen wird. So steht für Geräte wie das Handy oder eine Bluetooth-Musikbox immer genügend Energie zur Verfügung. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, wie viel Energie das jeweilige Tool liefert und wie zuverlässig die Aufladung funktioniert.

Tipps für den Wassertank im Wohnmobil

Bei der Planung eines Campingausflugs sollte dem Wassertank große Aufmerksamkeit zukommen. So ist eine zuverlässige Wasserversorgung während der Reise gegeben. Grundsätzlich wird zwischen Unterflurtanks und Überflurtanks unterschieden. Unterflurtanks befinden sich unter dem Fahrzeug und müssen entsprechend robust sein, um beispielsweise mit Steinschlägen zurechtzukommen. Überflurtanks werden im Inneren des Fahrzeugs untergebracht. Sie sind somit zuverlässig geschützt, reduzieren jedoch das Platzangebot im Inneren des Wohnmobils.

Ein wichtiges Auswahlkriterium bei dem Wassertank ist die Größe. Diese muss so konzeptioniert sein, dass sie für das Wohnmobil und die Mitreisenden ausreicht. Immerhin wird Wasser sowohl für das Kochen als auch für das Spülen, das Zähneputzen und die Toilette benötigt. Ein ausreichend großer Tank ist daher empfehlenswert, um nicht regelmäßig nachfüllen zu müssen. Üblich sind Modelle mit einem Fassungsvermögen von 60 bis 100 l, andere vertrauen auf Varianten mit 150 l. Gerade bei Überflurtanks sollte nicht überdimensioniert werden, um nicht zu viel Raum im Inneren des Wohnmobils zu verlieren.

Die passende Übernachtungsart wählen

campingausflug
Photo via Canva Pro

Grundsätzlich wird zwischen drei Übernachtungsarten beim Camping unterschieden: auf Campingplätzen, auf Wohnmobilstellplätzen und in der freien Natur (Wildcampen). Es ist wichtig, sich bereits vor der Fahrt zu überlegen, wo man unterkommen möchte. So wird klar, welche Tagesetappen zurückzulegen sind. Außerdem können Urlauber so genau berechnen, wie viel Geld sie für die Gebühren der einzelnen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze ausgeben müssen.

Das freie Stehen mit einem Wohnmobil im öffentlichen Verkehrsraum ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Allerdings ist es nur legitim, einmal zu übernachten. Der Aufenthalt soll dazu dienen, die „Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen“. Unter Campern ist es jedoch häufig ein Streitthema, was hierunter zu verstehen ist und was während des Aufenthalts alles erlaubt ist. Einigkeit herrscht weitestgehend darüber, dass keine Stühle rund um das Wohnmobil aufgestellt oder gar gegrillt werden darf.

Fazit

Ein Campingausflug macht viel Spaß, setzt jedoch einiges an Organisation und Vorbereitung voraus. Wer hier nützliche Utensilien mitnimmt und die Reiseroute effizient plant, hat während des eigentlichen Urlaubs weniger Stress und Mühe. Es lohnt sich, bei Hilfsmitteln wie Wasserfiltern, Powerbanks und Reinigungsutensilien auf Qualität zu setzen. So lassen sich notwendige Handgriffe schnell und effizient erledigen und man kann sich wieder dem Entspannen und der Erholung widmen.

Titelbild: Foto über Canva Pro