Ein kurzer Spaziergang oder eine längere Wandertour – wer den Kopf freibekommen und so richtig durchatmen möchte, den zieht es in die Natur. Und das nicht ohne Grund. Schließlich können bereits 20 Minuten Waldbaden ausreichen, um den Cortisolspiegel messbar zu senken.

Was unseren Stresspegel sinken lässt, kann den der Natur allerdings in die Höhe treiben. Zumindest dann, wenn man die grundlegenden Verhaltenstipps beim Aufenthalt im Grünen außer Acht lässt. Damit das beim nächsten Ausflug in Wald und Heide nicht passiert, haben wir die „10 Gebote“ hier einmal zusammengefasst:

1. Ruhe bitte!

Die Hörschwelle vieler Tiere liegt deutlich niedriger als jene der Menschen. So können etwa Hund und Katze Geräuschen, die das menschliche Ohr gerade noch wahrnimmt, aus einer viermal größeren Entfernung lauschen. Das Gehör eines Rehs ist etwa fünfmal feiner als das des Menschen, das des Rotfuchses sogar bis zu 20-mal.

Bei einem Waldspaziergang gilt daher: „Psssst!“. Wer sich unterhalten möchte, kann das natürlich gern im Flüsterton oder zumindest in gedämpfter Lautstärke tun.

2. Der Weg ist das Ziel

Für eine Wanderung durch den Wald braucht man vor allem bequeme und funktionale Kleidung. Bei Vergleichsportalen wie GRÜNY findet man passende Outdoor-Bekleidung für unterschiedliche Touren. Doch so gut die Ausrüstung auch sein mag: Am besten bleibt man auf den markierten Wegen. Abseits davon können Pflanzen und Pilze beschädigt werden, und besonders Vögel reagieren empfindlich auf Störungen, wenn sie brüten.

Auf dem markierten Weg bleiben.

3. Ein bisschen Abstand schadet nie

Es mag verführerisch sein, ganz nah an einen Fuchsbau oder ein Vogelnest heranzutreten. Die Nähe – und vor allem der Geruch – des Menschen können viele Waldtiere jedoch aufschrecken. Die bessere Devise lautet daher: Von Weitem schauen, ja! Ganz nah rangehen, nein!

4. Müll gehört in den Mülleimer

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein: Wer nachhaltig in der Natur unterwegs sein möchte, sollte Müll idealerweise gänzlich vermeiden. Ist das nicht möglich, gehört der Abfall in die eigene Tasche und später in den Mülleimer. Er sollte niemals im Grünen liegenbleiben.

5. Weniger ist beim Sammeln mehr

Beeren im Wald naschen? Klar geht das, solange man nicht in einem ausgewiesenen Schutzgebiet unterwegs ist. Beim Sammeln gilt aber immer: Nicht mehr nehmen als für den eigenen Bedarf ausreicht. Einige Dinge dürfen in der Natur übrigens überhaupt nicht gesammelt werden, etwa Vogelfedern.

6. Hund und Leine gehören zusammen

Um Wildtiere weder zu verängstigen, noch sie in ihrem Lebensraum zu stören, sollten Hunde stets angeleint bleiben.

Ein Hund an der Leine, der mit seinem Besitzer durch den Wald spaziert.

7. Feuer? Nein danke!

Einem einzigen großen Waldbrand in Deutschland können Tausende Hektar Wald zum Opfer fallen. Um dieses Risiko zu minimieren, bleiben Feuerzeug und Streichhölzer bei einem Spaziergang im Grünen besser zu Hause.

8. Niemals füttern

Werden Wildtiere mit Essen angelockt, können sie auf Dauer ihre Scheu vor dem Menschen verlieren. Was nach einem Disney-Märchen klingen mag, wird für die Tiere schnell zur Gefahr. Daher ist es sinnvoll, ihnen gar nicht erst die Nähe des Menschen schmackhaft zu machen.

9. Was im Wald ist, sollte im Wald bleiben

Was bereits für die angesprochenen Vogelfedern gilt, gilt auch für Waldpflanzen: Nicht mitnehmen. Wer nachhaltig in der Natur unterwegs sein möchte, sollte sie weder pflücken noch ausgraben. Schließlich gehören sie in den Wald und nicht ins Wohnzimmer.

Eine Person wandert durch die Natur und genießt den Ausblick auf die Landschaft.

10. Kein Wildcamping

Sich nachts ein romantisches Lager auf einer Waldlichtung aufzuschlagen, klingt vielleicht nachhaltig. Ist es jedoch nicht. Denn nachts soll die Natur zur Ruhe kommen. Wildcamper stören dabei. Besser ist es, seine Zelte auf einem offiziellen Campingplatz aufzuschlagen.

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