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Warum wir es mögen
Weil sie fast vollständig flach, größtenteils asphaltiert und mitten in der Natur verläuft. Über weite Strecken radelt man in der Ruhe des Waldes, zwischen hohen Pinien und kleinen Bächen, vorbei an Rastplätzen und Picknicktischen. Und eine Sache hat uns überrascht: Obwohl man auf einem Radweg entlang der Atlantikküste fährt, sieht man das Meer fast nie. Der Wald verbirgt es und sorgt dafür, dass die Strecke auch an den heißesten Tagen angenehm kühl und erfrischend bleibt. Von Capbreton aus führt die Route durch Labenne, Ondres und Tarnos. Anschließend folgt sie dem Adour bis nach Bayonne und führt weiter Richtung Anglet und Biarritz durch den Wald von Chiberta. Auf rund 45 Kilometern erlebt man so drei völlig unterschiedliche Landschaften: die Landes, den Adour und die baskische Küste. - Reisezeit: Ca. 4 Stunden
- Schwierigkeit: Leicht
- Länge: 45 km
- Höhenmeter: 80 m
- Begehbarkeit: Fahrrad oder E-Bike
- Kosten: 0 €
- Unser Tipp: Ideal für einen entspannten Tag auf dem Fahrrad. Nimm Wasser und etwas für ein Picknick mit und plane einige Pausen ein: Das Schöne an dieser Route ist, den Wald und die Landschaft zu genießen und nicht möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Wenn du Zeit hast, solltest du die Strecke nicht wie ein Rennen fahren. Mach einen Halt in Labenne oder Ondres, fahre einen Abstecher zum Strand, nimm dein Mittagessen mit und nutze die zahlreichen Rastplätze im Wald. Du kannst auch nur einen Teil der Strecke fahren, zum Beispiel Capbreton–Ondres, Ondres–Bayonne oder Bayonne–Biarritz – je nachdem, wie viel Zeit und Energie du hast.
Von Capbreton zum Wald von Labenne
Unsere Route beginnt in Capbreton, direkt am Ozean und mit dem einzigen Fischereihafen der Landes. Bevor Sie aufs Fahrrad steigen, lohnt sich ein Spaziergang an der Uferpromenade, ein Besuch der Estacade oder ein paar Minuten am Strand, um dem Atlantik zu lauschen.
Dann geht es los. Und fast sofort verändert sich die Landschaft. Die Vélodyssée entfernt sich allmählich von der Küste und führt in den weitläufigen Wald der Landes. Häuser, Strände und das lebhafte Treiben der Badeorte weichen langen Reihen von Pinien, dem Schatten der Bäume und einer wohltuenden Ruhe, die einen großen Teil der Strecke begleitet.
Der Abschnitt zwischen Capbreton und Labenne gehört zu den angenehmsten und entspanntesten Teilen der Route. Der Radweg ist asphaltiert, breit und nahezu vollständig eben; an einigen Stellen verläuft er entlang kleiner Bäche und Feuchtgebiete, deren Vegetation besonders an wärmeren Tagen für eine angenehme Kühle sorgt.
Entlang der Strecke gibt es Bänke, Tische und Rastplätze, an denen man eine Pause einlegen oder ein Picknick machen kann.
Es gibt keine großen Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt erreichen muss, und vielleicht liegt gerade darin der besondere Reiz: Hier ist die Landschaft selbst die Attraktion. Langsam zwischen den Pinien zu radeln, dem Verlauf des Radwegs zu folgen und den Lärm der Küste hinter sich zu lassen, ist bereits Teil des Erlebnisses.
Von Labenne nach Ondres: der Wald, der den Radweg umgibt
Von Labenne geht es weiter nach Süden, weiterhin mitten durch das Grün des Waldes der Landes. Die Vegetation verändert sich allmählich, doch die Pinien bleiben die Hauptdarsteller. An manchen Stellen scheint der Radweg fast zwischen den Bäumen zu verschwinden: Man fährt im Schatten, umgeben vom Duft des Harzes, dem Wind in den Baumkronen und den Geräuschen des Waldes.
Wenn Sie Zeit haben, lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Strand von Labenne. Von den Dünen aus eröffnet sich ein schöner Blick über den langen Sandstrand und den Atlantischen Ozean. An besonders klaren Tagen reicht der Blick sogar bis zu den Pyrenäen, die in der Ferne am Horizont zu erkennen sind. Es ist ein einfacher, aber stimmungsvoller Zwischenstopp – ideal, um ein paar Minuten innezuhalten, die Meeresluft einzuatmen und die Küstenlandschaft der Landes von oben zu betrachten.
In Ondres angekommen, lohnt sich ein Abstecher zum Ozean. Der von Dünen und Pinienwald umgebene Strand von Ondres ist der perfekte Ort für eine Pause, vielleicht sogar für ein Bad im Atlantik, bevor es weiter nach Süden geht.
Von Ondres nach Bayonne: vom Pinienwald zum Adour
Von Ondres führt die Vélodyssée weiter in Richtung Tarnos und Boucau und durchquert dabei einen der schönsten und naturbelassensten Abschnitte der gesamten Strecke. Besonders der Wald von Tarnos bietet einige der eindrucksvollsten Landschaften dieser Etappe: eine ruhige, kaum urbanisierte Umgebung, in der sich der Weg zwischen hohen Pinien, Korkeichen und Erdbeerbäumen hindurchschlängelt. Ein langer Abschnitt dieses Radwegs ist nicht asphaltiert, sondern führt über einen befestigten Schotterweg.
An einigen Stellen öffnet sich die Vegetation und gibt den Blick auf wahre Teppiche weißer Blüten frei: die zarten Strandlilien, die für die sandigen Landschaften der Atlantikküste charakteristisch sind. Hier lohnt es sich, langsamer zu fahren und die Stille zu genießen, während man mitten durch die Natur radelt.
In Boucau angekommen, bleibt das Tempo angenehm langsam. Der kleine, ruhige und überhaupt nicht touristische Ort eignet sich perfekt für eine kurze Pause abseits des Trubels der bekannteren Küstenorte. Wir machten Halt in einer ausgezeichneten Boulangerie, bevor wir wieder aufs Fahrrad stiegen.
Von hier aus verändert sich die Landschaft allmählich. Der große Wald der Landes wird lichter, erste Siedlungen tauchen auf und nach und nach kommt der Adour ins Spiel, der große Fluss, der nach Bayonne führt und zugleich den Übergang von den Landes ins Baskenland markiert.
Die offizielle Etappe Capbreton–Bayonne ist 29 Kilometer lang, wobei etwa 90 % der Strecke auf einem Radweg verlaufen. Damit ist sie besonders angenehm für alle, die ohne große Sorgen wegen des Verkehrs radeln möchten. Beim Durchqueren von Tarnos und Boucau ist jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit erforderlich, da einige Abschnitte auf gemeinsam genutzten Straßen verlaufen.
Nach so vielen Kilometern in der Stille des Pinienwaldes fühlt sich die Ankunft in Bayonne fast wie der Eintritt in eine andere Welt an: Es sind mehr Menschen unterwegs, die Gebäude verändern sich und die Architektur erzählt bereits von der Kultur des Baskenlandes.
Bayonne: eine Pause zwischen Landes und Baskenland
Bayonne ist der ideale Ort, um die Radtour zu unterbrechen, das Fahrrad abzustellen und ein paar Stunden der Stadt zu widmen.
Bayonne liegt am Zusammenfluss von Adour und Nive und besitzt ein außergewöhnliches architektonisches Erbe: die Fachwerkhäuser und Arkaden von Petit Bayonne, die charakteristischen Kais entlang der Nive, das Viertel Saint-Esprit und die wunderschöne Kathedrale Sainte-Marie mit ihren hohen Türmen und eleganten Buntglasfenstern.
Auch die Place du Réduit und die Markthalle sind einen Spaziergang wert. Hier kann man lokale Produkte entdecken und die lebendige Atmosphäre der Stadt genießen. Es ist einer der besten Orte, um in das Alltagsleben von Bayonne einzutauchen und nach der Radtour eine Pause einzulegen.
Bayonne markiert aber auch einen kulturellen und gastronomischen Übergang. Hier wird die Reise von den Landes ins Baskenland nicht nur in der Landschaft, sondern auch in den kulinarischen Spezialitäten spürbar.
Jetzt ist der perfekte Moment für eine Pause mit lokalen Spezialitäten: von der berühmten Schokolade aus Bayonne über den baskischen Kuchen bis hin zu Axoa und anderen traditionellen baskischen Gerichten. Nach einem Vormittag auf dem Fahrrad gehört ein Besuch in einer der Konditoreien, Chocolaterien oder an einem der Marktstände fast schon dazu.
Von Bayonne nach Biarritz: der Adour, der Wald und endlich der Ozean
Von Bayonne beginnt der zweite Teil unserer Route: weitere 16 Kilometer bis nach Biarritz.

Die Vélodyssée verlässt die Stadt und folgt noch ein Stück dem Adour, während die baskischen Berge den Hintergrund bilden. Dann verändert sich die Umgebung erneut: Die Route führt durch den Wald von Chiberta, bevor sie die Strände von Anglet erreicht. Und hier taucht der Ozean wieder auf.
Nachdem man ihn während eines großen Teils der Radtour aus den Augen verloren hat, ist es fast eine kleine Überraschung, den Atlantik wiederzusehen. Das Licht verändert sich, der Horizont öffnet sich und das Meer wird wieder zum Mittelpunkt der Landschaft.
Von Anglet geht es weiter nach Biarritz, einem der bekanntesten Orte an der baskischen Küste. Der Kontrast zur Ruhe des Waldes ist deutlich: Der Verkehr, die Zahl der Menschen und die Bebauung nehmen zu, während die Route beginnt, der Küste zu folgen und sich den Stränden und Klippen der Stadt zu nähern.
Dies ist auch der anspruchsvollste Abschnitt der Route. Die 16 Kilometer von Bayonne nach Biarritz umfassen 108 Höhenmeter und einige Abschnitte auf gemeinsam genutzten Straßen. Im Zentrum von Biarritz kann der Verkehr im Sommer sehr dicht sein und einige Straßen sind schmal: Fahren Sie daher vorsichtig, insbesondere wenn Sie mit Kindern unterwegs sind.
Die Anstrengung am Ende wird jedoch reichlich belohnt: mit der Ankunft am Ozean und dem weiten Horizont über der Biskaya.
Eine Route, drei Landschaften
Gerade der ständige Wandel der Landschaft macht diese Strecke so besonders.
- von Capbreton nach Labenne: Ozean, Dünen und die ersten Abschnitte durch den weitläufigen Wald der Landes.
- von Labenne nach Ondres: Pinienwald entlang von Bächen und lange Radwege mitten im Grünen.
- von Ondres nach Tarnos: ein natürlicherer und wilderer Pinienwald, üppige Vegetation und Strandlilien.
- von Tarnos nach Bayonne: Der Wald weicht allmählich den Siedlungen und der Adour taucht auf.
- von Bayonne nach Anglet und Biarritz: der Fluss, der Wald von Chiberta, die Strände und schließlich der Ozean.
Auf 45 Kilometern und durch die Verbindung der beiden Etappen der Vélodyssée durchquert man ganz unterschiedliche Landschaften: Man startet in den Landes, erreicht das Herz des Baskenlandes und trifft am Ende der Reise wieder auf den Atlantik. Vielleicht ist dies die beste Art, diesen Teil Frankreichs zu entdecken: nicht mit dem Ziel, schnell ans Ziel zu gelangen, sondern langsam zu radeln und die Landschaft Kilometer für Kilometer unter den eigenen Rädern verändern zu lassen.